Akteur*innen

Akteur*innen der Studio//Bühne seit 2013

Achim Lengerer (geb. 1970) studierte an der Akademie für Film-, Photographie und TV in Prag und an der Kunstakademie Städelschule Frankfurt. Als Dozent lehrte er in den Bereichen filmische Tonspuren und Performance, Installation, Skript und Publikation im In- und Ausland. Er ist Mitbegründer der kollektiven Projekte „freitagsküche“ (2004) und „voiceoverhead“ (2005) und betreibt den Ausstellungsraum und Verlag Scriptings in Berlin.

Anna Siobhán Fiedler wurde 1980 in Berlin geboren. Sie studierte an der Kunsthochschule Berlin Weißensee (2006-2014) und an der Athens School of Fine Art (2008-2009). Anna Siobhán Fiedler ist Redakteurin und Filmemacherin. In der Montage übernimmt sie die Führung über die Aufnahmen der beobachtenden Kamera und unterstreicht ihren subjektiven Blick. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Anna Weichsel ist Architektin, Ingenieurin und Wissenschaftlerin. Sie hat ein Diplom in Architektur und Ingenieurwesen von der Bauhaus Universität Weimar und der TU Dresden und promoviert derzeit an der University of Pennsylvania. Vor ihrer Tätigkeit an der PSU lehrte Anna am Rensselaer Polytechnic Institute (RPI), an der University of Pennsylvania und an der Technischen Universität Berlin. Sie ist auch eingetragene Architektin und war Mitbegründerin des Berliner Büros Weichsel Sollich Architekten. Annas Forschung konzentriert sich auf die Schnittstelle von Architektur, Psychologie und Technologie, insbesondere auf architektonische Experimente, Theorien der Kreativität, experimentelle Ästhetik und städtische Umgebungen. Ihre Dissertation konzentriert sich auf russische Architekturstrategien des frühen 20. Jahrhunderts, die für ästhetische Theorien auf der Grundlage der experimentellen Psychologie empfänglich sind, mit dem Ziel, Kreativität im Alltag als transformative Ressource für die städtische und gesellschaftliche Erneuerung zu nutzen. Annas aktuellere Design- und Forschungsarbeiten untersuchen die Auswirkungen erweiterter Umgebungen auf architektonische Designstrategien, die sich in einem interdisziplinären Feld von Kunst (Performance), Architektur, Kommunikationstechnologie und Philosophie bewegen. Ihre Arbeiten wurden in Zeitschriften wie Open Access Journal EAHN, bauwelt, disco ARCH+, Log, Footprint sowie in Architekturbüchern über zeitgenössische Architektur in Berlin und Deutschland veröffentlicht. Annas Werk wurde auch an einer Reihe von Architektur- und Kunstorten ausgestellt, darunter suitcasearchitecture – gallery for livable design, Sprengel Museum Hannover, art fair abc, Vitra Design Museum. Anna erhält mehrere Auszeichnungen, darunter sieben Auszeichnungen für exzellente Architektur in Deutschland, den ersten Preis für junge Architekten in Deutschland, die Akademie c/o Erster Preis für theoretisches Schreiben zur Architektur, den ersten Preis für die Deutsche Botschaft Skulptur und Public Space Design in Washington, D.C. (in Zusammenarbeit mit Suse Weber), Will M. Mehlhorn PhD Architecture First Prize, ein Getty Research Library Grant und ein GAPSA Fellowship for Interdisciplinary Innovations.

Ariane Müller lebt nicht nur in Berlin und arbeitet als bildende Künstlerin und Autorin, sondern hat 1996 in Wien ein Institut für Urbanismus gegründet und für mehrere österreichische Ministerien, die Stadt Wien und die UNECE gearbeitet. Von 1996 bis 2013 war sie Mitglied der nationalen österreichischen Delegation bei UN-HABITAT. Für die Iranian Artists and Architects Association hat sie mit der Stadt Khoram Abad, Iran, an einem Konzept für eine nachhaltige Entwicklung gearbeitet und mehrere Feldforschungsstudien in diesem Bereich durchgeführt. Sie hat einen Roman über diese Zeit geschrieben: Handbuch für die Reise durch Afrika, das im Museum für Gegenwartskunst, Basel, erschienen ist. Sie stammt aus der Berliner Konzeptkunstszene der späten 90er Jahre, hat oft in Kooperationen gearbeitet und 1998 das von der Künstlerin geführte Magazin Starship gegründet. Derzeit arbeitet sie an dem Komischen und einem Versuch, Giorgio Agambens Text über Tiepolo zusammen mit Carla Lenzis Tagebüchern zu denken, um Lenzis Worten zu folgen, dass Feminismus beim nächsten Mal keine Tragödie mehr sein wird, sondern eine Komödie. Sie lehrt an der Akademie der Bildenden Künste Wien und der UdK, Berlin, und hält Seminare und Vorträge unter anderem an der Ecole des Beaux Arts, Paris, der Academy in Aarhus, der University of Applied Arts, Wien, der Kunstakademie München. Sie hat Bücher über Martin Kippenberger und Annette Wehrmann veröffentlicht, zuletzt ein Buch des afrikanischen Schriftstellers Crispin Makacha, ein Magazin über Stadtplanung und das frühwiener Kunst-Fanzine Artfan. Sie hat im Kunstmuseum Basel, im Museum of Modern Art in Sydney, in der 6. Biennale Havanna, in der Malmö Kunsthal und im Statens Museum Kopenhagen, im CCA Tiflis, in der Berlin Biennale – Gagosian Gallery, im Goethe Institute New York und in Mexico City, im Kunstverein Göttingen, im Kunstverein Lüneburg, im International Film-Festival Austin, Texas, und im International Film-Festival Ankara, in der Videonale Bonn und anderen Orten ausgestellt. Sie war auch eine der Kuratoren der 6. Werkleitz Biennale und konzipierte Ausstellungen für die jeweiligen World Urban Forums in Nairobi (2004), Vancouver (2006), Nanjing (2008) und Rio de Janeiro (2010). Sie lebte und arbeitete in Künstlerresidenzen in New York, Paris, Rom, Berlin, Peking und Tokio.

Astrid Rostaing liebt und lebt den Tanz als Autodidakten in Berlin.

Barbara Buchmaier, geboren 1975 in Augsburg, beschäftigt sich in ihren Recherchen, Texten sowie dialogischen Texten und Lecture-Performances, die in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Christine Woditschka entstehen, mit Referenzsystemen im Bereich Bildende Kunst/Fashion sowie mit der Lebens- und Arbeitsrealität von KünstlerInnen im Zeichen von Kapitalismus, Krise und Gentrifizierung. Dabei stehen immer wieder folgende Fragen im Zentrum: Wie kann man (noch) Kritikalität herstellen, wenn diese als willkommene Differenz immer wieder vom Verwertungssystem des Kunst- und Modebetriebs absorbiert wird? Und: Wie kann die eigene kritische Position bestimmt werden, wenn es kein „Außerhalb“ des Systems gibt, wenn man selbst (schon immer) Teil des Verwertungszusammenhangs ist und ihn sogar selbst durch die eigenen Arbeiten produziert und am Laufen hält? Die Texte von Barbara Buchmaier, die seit vielen Jahren als Lehrbeauftrage u.a. an der Kunsthochschule Berlin Weißensee tätig ist, erschienen in „Texte zur Kunst“, „Spike“, ,Artforum.com“ und in der unabhängigen Berliner Kunstzeitschrift „von hundert“, deren Co-Redakteurin sie ist. Lecture Performances (mit Christine Woditschka) fanden u. a. beim „Ruhr Ding“ in Bochum, in der Studio//Bühne von Suse Weber in Berlin, in der Kestner Gesellschaft in Hannover und in Kunsthalle Exnergasse in Wien statt. 2014 erhielt Barbara Buchmaier zusammen mit Christine Woditschka den „ADKV – Art Cologne Preis für Kunstkritik“.

Barbara Ehwald, in Berlin (1979) geboren und aufgewachsen, studierte direkt im Anschluss an Ihr Abitur an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Gesang Frau Prof. Fried und Prof. Heidrun Franz Vetter. Seit der Zeit Ihres Studiums hat sie bereits Verpflichtungen an verschiedenen Bühnen (u.a. Neuköllner Oper, Berliner Ensemble, Schloßparktheater, Theater Am Halleschen Ufer, Cité de la Musique-Paris, Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin, Opernhaus Halle, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Schaubühne Berlin, Sophiensaele Berlin) wahrgenommen und ist als Solistin und in div. Vokalensembles freischaffend tätig.Im Bereich Lied/Konzert arbeitet e sie u.a. mit Helmuth Oertel, Eric Schneider, Thomas Hengelbrock und Prof. Wolfram Rieger. Sie besuchte die “Masterclass of Italian Baroque” von Jil Feldman in Paris und den Meisterkurs mit René Jakobs im Rahmen der Cadenza Barocktage der Staatsoper Unter den Linden Berlin, arbeitete mit dem Regisseur Robert Wilson auf Long Island, New York, an den Projekten “Aida” und “St. Francois d’Assise” und konzertierte im Rahmen des Musiksommers auf Mallorca mit René Kollo. Barbara Ehwald wurde für ihre Interpretation der Melisande am Theater Am Halleschen Ufer in Berlin von E. Büning (FAZ) im Bühnenjahrbuch der Opernwelt als Nachwuchsdarstellerin des Jahres nominiert und debütierte  in der Rolle der Narcissa im Rahmen des Satellitenprogramms an Der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.Barbara Ehwald ist Gründerin des “BARBARAS SALON”.

Christine Woditschka, Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und der Universität der Künste Berlin, Meisterschülerin. Initiatorin des Projektes Totale Partizipation Radikale Entspannung, zusammen mit Caroline Lund, arttransponder Berlin 2007 und IG Bildende Kunst Wien 2009. Seminar „Prekarisierung“, Universität der Künste Berlin, 2008, zusammen mit Isabell Lorey, Janek Niggemann und Jakob Schmidt; Lecture Series „Food for Thought“, Zur Selbst-Prekarisierung von KulturproduzentInnen, Universität der Künste Berlin, 2008/2009; Mitinitiatorin des Workshops „Überlebensstrategien im Kunstbetrieb. Schnittstellen von Selbstdefinition, Netzwerkarbeit und Zwischenexistenz“, zusammen mit Barbara Buchmaier und Matthias Krause, Cluster, Berlin 2008. 2014 erhielt Christine Woditschka zusammen mit Barbara Buchmaier den „ADKV – Art Cologne Preis für Kunstkritik“.

Christophe de Rohan Chabot (*1986 Frankreich), Künstler, lebt und arbeitet in Brüssel und Berlin.

Emma Wolf Haugh ist bildende Künstlerin und Pädagogin mit Wohnsitz in Dublin und Berlin. Sie arbeitet fachübergreifend und verknüpft Installations-, Performance-, Publikations- und kollaborative Workshop-Techniken. Haugh ist daran interessiert, die Aufmerksamkeit in Bezug auf kulturelle Narrative neu zu orientieren und entwickelt ihr Werk aus einer arbeiterklassisch-queer-feministischen Hinterfragung dessen, was fehlt?

Eva-Maria Färber arbeitet als Supervisor Rekrutierung/Senior Rekrutierung in Berlin. Sie studierte Englische Literatur und Gender in Berlin und Glasgow. In zahlreichen Aktionen der Künstlerin Suse Weber trat sie als ihr Double in Erscheinung.

Fiona Mackay ist Künstlerin (b. 1984, Aberdeen, Großbritannien). Sie lebt und arbeitet in Brüssel. Studium an der Glasgow School of Art und De Ateliers, Amsterdam. Ausgewählte Einzelausstellungen: Schwestern, Albert Baronian, Brüssel (2014); Syntax, OUTPOST, Norwich (Jahr);Crozhapox, Gent; Ghosts, SIC, Brüssel (2013); Albert Baronian (ROOM), Brüssel, 84 Gemälde IN DER BANK, De Nederlandsche Bank, Amserdam, MILAND, Cite Des Arts, Paris 2012) 3,5 Wochen, Lokaal 01, Antwerpen (2010)

Heike Kabisch (geb. 1978 in Münster) lebt und arbeitet in Berlin. Die Arbeiten von Heike Kabisch suggerieren wundersame Räume, wobei sie künstlerische Manifestationen als formale Parabeln für die intime Suche nach Erfahrung einsetzt. Sie offenbart einen fortwährenden Konflikt in der Bewahrung der momentanen und existentiellen Prozesse, die sich in ihrem Atelier abspielen, wo persönliche Ereignisse, die den Alltag umspannen, in bewusste und unbewusste künstlerische Aktionen zurückübersetzt werden. Indem sie den urbanen Raum für poröse Interventionen nutzt, konstruiert Kabisch Grenzräume und Strukturen, die nicht utopisch sind, sondern eher temporär, instabil und ständig im Fluss, anfällig für Zerstörung und unvorhersehbare Variablen. Die Verwendung von rohen Materialien wie Baumästen, ungebranntem Ton oder gebrauchten Kleidungsstücken verstärken die fragmentarische Qualität ihrer Skulpturen, die in ihrer Verweigerung der Fertigstellung zur erneuten Betrachtung auffordern.

Aida Kadrispahić ist seit 2009 selbstständige Autorin, Editorin und Kamerafrau. Sie produziert vor allem Videodokumentationen für den Bereich Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft. Ihre mediale Unterstützung gilt den migrantischen transnationalen Selbstorganisationen. Aida Kadrispahić ist seit 2020 Akteurin der Studio//Bühne Berlin.

Jeanne-Françoise Fischer (*1977 in Hamburg) studierte Architektur an der TU Berlin, der ETH Zürich und der UdK Berlin. Seit 2009 arbeitet sie selbstständig und lehrt am Institut für Architektur und Städtebau der Universität der Künste Berlin im Fachgebiet Entwerfen und Stadterneuerung. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Praxis sowie in der Lehre liegt im Bereich des architektonischen, räumlichen Entwerfens. Als Entwurfs- und Projektarchitektin bearbeitet Jeanne-Françoise Fischer städtebaulichen Studien, Architekturwettbewerbe und Bauvorhaben. Besonders zu erwähnen sind die städtebauliche Studie „Vision Dreispitz“ für Herzog & de Meuron Architekten, der „Louvre Lens“ für SANAA, die „Erweiterung des Folkwang Museum“ für Adjaye / Associates und die „Vorstudie zur Transformation der Scheibe C“ in Halle-Neustadt in Kooperation mit Lacaton & Vassal Architectes. Nach einem Wettbewerbserfolg arbeitet sie aktuell an der Realisierung eines kostengünstigen und nachhaltigen Wohnhochhauses im Rahmen der Quartiersentwicklung Spielbudenplatz in Hamburg. Im Rahmen der Lehre und Forschung befasst sich Jeanne-Françoise Fischer sowohl mit der Analyse und Planung verschiedener Gebäudetypologien (Wohnräume, Lernräume, Ausstellungsräume, etc.) als auch mit deren konstruktiver Umsetzung, der Ökonomie, der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit und dem städtischen Kontext. Besonderes Interesse gilt dabei der interdisziplinären Arbeit mit Kolleg*innen aus der Kunst, Theorie, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur sowie der Umsetzung von 1:1 Projekten.

Jiří Havlíček ist ein tschechischer Künstler und Kurator. Seit 2011 erstellt er Inhalte für die Internetplattform Artycok TV und arbeitete als Professor im Studio “Text Form Funktion” an der Kunstfakultät in Ostrava.

Judith Marlen Dobler (*1975 in Calw) studierte Design und Designtheorie in Potsdam (FHP), Rio deJaneiro (ESDI) und Basel (HGK/FHNW). Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit beschäftigt sie sich seit 2010 theoretisch und praktisch mit der künstlerischen Praxis des Zeichnens als Erkenntnis- und Wissensprozess. Von 2014–2020 arbeitete sie am Promotionsprojekt „Drawing Together. Zeichnen als kollaborative Wissenspraxis in Kooperation mit dem experimentalphysikalischen Labor BliX an der TU Berlin. Die Dissertation wurde gefördert durch Stipendien  der DFG-Graduiertenkolleg „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung“ (2014–2017), dem Zentrum für Europäische Medienwissenschaften (2018) und der Universität Potsdam (2019). Ihre Forschungen stellt sie regelmässig auf internationalen Konferenzen und Ausstellungen vor. Sie publiziert zu Erkenntnispotenzialen von Zeichnung an der Schnittstelle von Kunst, Design und Wissenschaft. Zudem unterrichtet sie Zeichnen als Wissenskommunikation in Workshops und Seminaren. Dafür entwickelt sie experimentelle und kollaborative Methoden, die wiederum in ihre praktische und theoretische Arbeit als Gestalterin, Künstlerin, Lehrende und Forscherin einfliessen. Ihre Arbeiten wurden mehrfach mit Designpreisen ausgezeichnet, u.a. out:put award (2010), German Design Award (2012), reddot design award (2011,2012), Art Directors Club (2013).  Ihre künstlerische Arbeit wurde mehrfach ausgestellt, unter anderem in der Kunsthalle Mulhouse (FR), Kunsthaus L6 Freiburg (D) und der Royal Academy of Fine Arts in Kopenhagen (DK). Sie erhielt künstlerische Stipendien u. a. von der der Akademie Schloss Solitude (2013), dem FRAC Est/Nord-Pas de Calais (2014) und dem Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop (2021). Judith Dobler ist Forschungskoordinatorin im Fachbereich Design der Hochschule Anhalt auf dem Bauhaus-Campus in Dessau.

Katleen Vinck (* 1978 in Belgien) verwendet in ihrer Arbeit oft Skalierungsmodelle, in denen sie die Eigenschaften von Skulptur, Architektur und Theaterszenen ineinander übergehen. Ihre Ausbildung in Architektur, Kunst und Szenografie macht einen solchen übergreifenden Ansatz offensichtlich und herausfordernd zugleich. Vinck konzentriert sich auf Phänomene, die spontan in der Natur auftreten. Aber sobald der Mensch sie aufgenommen hat, wird es zu einer Frage der „Inszenierung des Natürlichen“, was zu neuen Bedeutungen führt. Sowohl inhaltlich als auch formal. Die Künstlerin erforscht archetypische Strukturen aus der Natur, die in der Kultur wie ein Echo wiederentdeckt werden können. Sie lebt und arbeitet in Antwerpen und betreibt ein eigenes Theater.

Kris Kimpe ist als Architekt vor allem im Bereich der zeitgenössischen bildenden Kunst tätig und lebt in Antwerpen (Belgien). Seine Tätigkeit umfasst die Gestaltung von Ausstellungen, die Konzeption und technische Unterstützung bei der Realisierung von Kunst im öffentlichen Raum und die Gestaltung von Künstlerateliers. Er ist internationaler Assistent von Dan Graham und arbeitet auch regelmäßig für und mit anderen Künstlern wie Orla Barry, Koenraad Dedobbeleer, Nico Dockx, Jan Kempenaers, Aglaia Konrad, Willem Oorebeek, Narcisse Tordoir, Ana Torfs, Luc Tuymans und Jochen Weber. Seit 2006 sind er und Koenraad Dedobbeleer Herausgeber des Architektur-Fanzines UP. Im Jahr 2001 gründete er mit Bruno Poelaert ein Architekturkollektiv. Seit 2018 lehrt er an der Kunsthochschule in Gent.

Lars Weinzierl ist Chefredakteur bei BILD TV. Er hat den Aufbau der Videoabteilung bei BILD entscheidend mitgeprägt. Als Produzent bei der Avistura Medienproduktion GmbH entwickelte er Crossmedia-Formate für Fernsehsender. Zuvor war er an der Gründung von Timm TV beteiligt und wirkte maßgeblich am Aufbau des Berliner Radiosenders Kiss FM mit, wo er als Chefredakteur tätig war. 2014 war er Mentor für „Future Storytelling“ im HKW Berlin. Er lebt und arbeitet in Berlin.

LEC aka Leif Erich Christensen (*1961 Hamburg) ist ein Video- und Installationskünstler. Bekannt wurde er durch seine Kooperationen mit Janin Rostron (Planningtorock) zum den Themen Feminismus, Geschlechtermix und Politik im digitalen Zeitalter.

Lina Launhardt (*1977) lebt als freie Autorin, Künstlerin und Schamanin in Berlin. Von 2011 – 2013 hat sie eine zweijährige Ausbildung im Peruanischen Inkaschamanismus an der White Sage School absolviert und gibt seit 2014 Workshops, Seminare und Einzelsitzungen.

Lin Liao Die taiwanesische Dirigentin studierte Komposition und Klavier an der National University of the Arts in Taipeh sowie Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Die zeitgenössische Musik bildet heute einen Schwerpunkt ihrer Arbeit: Regelmässig leitet sie führende Formationen wie das Ensemble intercontemporain, das Ensemble Modern oder das Collegium Novum Zürich. Mit dem WDR Sinfonieorchester trat sie im Rahmen der Reihe «Musik der Zeit» auf und konzipierte während der Corona-Pandemie eine multimediale Realisierung von Karlheinz Stockhausens Tierkreis. 2020 gastierte Lin Liao ausserdem beim Mozarteum Orchester Salzburg und trat bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik auf; 2021 dirigierte sie das Ensemble Ascolta, die Basel Sinfonietta und das Festivalorchester des Schleswig-Holstein Musik Festivals. In den vergangenen Jahren war sie bereits zu Gast beim Ultraschall-Festival in Berlin, bei ManiFeste in Paris und bei den Klangspuren in Schwaz. In Taiwan leitet Lin Liao die Weiwuying Academy innerhalb der Contemporary Music Platform am National Kaohsiung Center for the Arts und widmet sich der Förderung talentierter taiwanesischer Musiker*innen im Bereich der Moderne.

Phuong Hoa Tran und Manh Hung Le (LOTUS DUO) wurde 2000 von Berufskünstlern gegründet, die in Vietnam professionelle Ausbildungsinstitutionen absolviert haben. Neben zahlreichen Auftritten unterrichtet es vietnamesische Musik in Berlin, hauptsächlich in der Vietnamesischen Community. Phuong Hoa Tran, Studium in klassischer und populärer vietnamesisch Musiktraditionen am Hanoier Konservatorium, Solistin des offiziellen Staatlichen Ensembles und ihre Arbeit als Musikpädagogin am Staatlichen Kulturzentrum von Hanoi. Neben Konzerten in Deutschland spielte sie auch zahlreiche Shows in Europa. Besonders hervorzuheben ist ihr Mitwirken auf dem Internationalen Musikfestival Samarkand in Usbekistan. Seit 1996 lebt sie in Berlin. Heute ist sie Mitglied bei Lotus und lebt in Berlin. Manh Hung Le, ehemaliger Redakteur von Radio Hanoi, bekam durch seine Zusammenarbeit mit bekannten Musikern und Musikwissenschaftlern einen sehr guten Überblick über die gesamtasiatische Musikbranche. Durch Liveauftritte mit unterschiedlichen Bands und Ensembles vietnam- und mittlerweile auch europaweit verfeinerte er weiterhin seine Spieltechnik und blieb so auch immer der Musik verbunden. Heute ist er Mitglied bei Lotus und lebt in Berlin.

Manuela Gernedel (*1982, Bad Ischl, Austria) ist Künstlerin, Songwriterin und Musikerin. Sie studierte in Glasgow School of Art , BA (Painting) von 2001-2006, an der Academy of Fine Arts Munich (2002-2003) und am Chelsea College of Art & Design , London , MA (fine art), 2008. Sie lebt in London.

Marc Lagies ist Tänzer, lebt und arbeitet in Berlin.

Marit Neeb (*1971 in Potsdam-Babelsberg) beschäftigt sich in ihren skulpturalen und zeichnerischen Arbeiten mit Wandel, Widersprüchen und Wendeschleifen. Das immer wiederkehrende Thema in ihrem Werk ist der Wendepunkt, als einer Metapher für einen Moment, in dem sich die Existenz entscheidend ändert oder man beginnt, anders zu fühlen und zu denken. 

Martina Schumacher (*1972) studierte an der UdK Berlin. Ihre Arbeiten waren zu sehen: Museum Ritter/ Waldenbuch, Museum Bochum, Temporäre Kunsthalle Berlin, Kunstverein Arnsberg, Kunstverein Bochum, Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, Galerie Mehdi Chouakri in Berlin und Lombard-Freid Fine Arts in New York. Die Arbeiten der Künstlerin sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, u. a. Richard Massey Foundation in New York, Sammlung Marli Hoppe-Ritter und MONA in Tasmanien, Australien. In ihren Arbeiten ist Martina Schumacher auf der Suche nach einer Malerei, die das Licht reflektiert und nach farbiger Transparenz im räumlichen Kontext. Diese Praxis wird im Experiment erforscht. Schumachers malerische Arbeiten sind luzid und präzise. Sie erschafft Konzentrationsstücke und darin kommt ihr spezifischer, hoch ästhetischer Ansatz zum Ausdruck. Ihr Atelier ist in Berlin.

Martin Ebner ist ein in Berlin arbeitender Künstler. Seine Arbeit in den letzten zehn Jahren konzentriert sich auf Film und Video, während er mit Installation, Skulptur und Bildern arbeitet. Er ist außerdem Verleger und Herausgeber des Starship Magazine, zusammen mit Ariane Müller, Nikola Dietrich und Henrik Olesen. Weitere Kooperationen sind die Künstler Judith Hopf und Florian Zeyfang (Poor Man’s Expression). Ebners Arbeiten wurden in öffentlichen und privaten Institutionen ausgestellt und gezeigt, darunter: Internationale Filmfestspiele Berlin – Berlinale; Kunstverein Hamburg; Kunsthaus Graz; Artist Space, New York; KW – Institute for Contemporary Art, Berlin; Salvador Allende Museum, Santiago; Extra City, Antwerpen.

Matthias Peter, liebt und lebt den Tanz als Autodidakt in Berlin.

Meike Hauck (*1977 in Freiburg, lebt in Berlin), Theater- und Drehbuchautorin, Regisseurin, studierte Theater- und Filmwissenschaften, Publizistik und Soziologie in Leipzig und Berlin, sowie „Szenisches Schreiben“ an der Universität der Künste, Berlin. Sie war Mitbegründerin der Performance Gruppe ELIZALDE AREA CODE (1999-2001), mit der sie Formen des postdramatischen Theaters erforschte. Ihre Theaterstücke wurden an verschiedenen Theatern in Deutschland und international aufgeführt, so zum Beispiel am Staatstheater Stuttgart und am Staatstheater Mainz, sowie am Goethe-Institut in Santiago de Chile und bei einem Theaterfestival in New York City. Mit Matthias Luthardt schrieb sie das Drehbuch zum Kinofilm PINGPONG, der 2006 beim Filmfestival in Cannes seine Welturaufführung in der Semaine de la Critique hatte. Mit Clemens Schönborn schrieb sie das Drehbuch für den MDR-TATORT: RENDEZVOUS MIT DEM TOD, der Anfang 2011 ausgestrahlt wurde. Sie adaptierte den Roman DIE MITTAGSFRAU von Julia Franck fürs Kino (Regie: Barbara Albert). 2018 führte sie Regie bei ihrem Kurzfilm EINE FRAU, DIE UM WAS BITTET (AT). Ihre Arbeiten kreisen häufig um die Frage nach dem Wechselspiel von (weiblicher) Identität und Mutterschaft. Von 2011 bis 2018 war Meike Hauck neben ihrer Arbeit als Drehbuchautorin auch Künstlerische Mitarbeiterin im Studiengang Drehbuch/Dramaturgie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. In dieser Funktion war sie u.a. für die Planung, inhaltliche Betreuung und Durchführung der interdisziplinären Übungen zuständig und hat verschiedene Konzepte zum kollaborativen künstlerischen Arbeiten im Filmherstellungsprozess mitentwickelt. Meike Hauck ist Unterzeichnerin des „Kontrakt 18“ und gehört zum Kernteam der „Initiative Tatort: Drehbuch“, die sich für eine höhere Beteiligung von Frauen an der Gestaltung des öffentlich-rechtlichen Primetime-Programms einsetzt. Sie wird vertreten vom S. Fischer Verlag Theater&Medien und lehrt an der Filmhochschule Babelsberg.

Nina Rhode (aka Ninja Pleasure), geb.1971 in Düsseldorf. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte von 1994 bis 2001 Freie Kunst an der UdK in Berlin. Seit 1995 ist sie Mitglied der in Berlin ansässigen Künstlergruppe Honey-Suckle Company (HSC). Seit 2000 arbeitet Nina Rhode mit dem Musiker bei Bühnenauftritten, musikalischen Projekten und künstlerischen Arbeiten zusammen. 2016/16 hatte Nina Rhode eine Gastprofessur an der Hochschule der Künste in Hamburg, 2017/18 eine Dozentenstelle bei Prof. Tina Bara an der HGB in Leipzig. Jüngste Einzelausstelllungen der Künstlerin: 2015 „Die Kachel“, Galerie Sandra Bürgel, Berlin, 2013 „Café Rhode“, Galerie Sandra Bürgel, Berlin 2011 „Friendly Fire“, DCA (Dundee Contemporary Arts), Dundee, UK, „4D“, Fernsehturm, Berlin (Ausstellungsserie kuratiert von Juliane Solmsdorf).

Nora Frohmann (* 1984, München) lebt und arbeitet als Künstlerin/Performerin in Leipzig und München.Sie absolvierte ein Studium der Fotografie in München und der Bildenden Kunst in Leipzig. Ihre künstlerische Praxis fußt auf Skulptur/Installation und Tanz/Performance. Dabei interessieren sie Potentiale, Uneindeutigkeiten, Körper- und Sinnlichkeit. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und ihre Arbeiten werden international gezeigt, u.a. Zürcher Hochschule der Künste, Grassi-Museum Leipzig, Eigen+Art Leipzig, Rencontres d’Arles, Kunstverein Leipzig.

Roseline Rannoch (geb. 1974 in Neuss, Deutschland) studierte an der Freien Universität Berlin und an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG). Zu ihren Einzelausstellungen gehören : Soloausstellungen im Kunstraum München (2010); Galeria do Lago im Museu da Republica in Rio de Janeiro, (2010); im Montgomery in Berlin (2009). Ihre Gruppenausstellungen fanden statt bei: Musée Muba Eugène Leroy de Tourcoing (2011), mit Sitz in Berlin (2011), Musée des Beaux-Arts Nantes (2011), Kunstverein Wolfsburg (2010), Museum Abteiberg Mönchengladbach (2010,2009), Capc, Bordeaux FR (2010), Gazonrouge, Athen (2009) B W Awangarda,Wroclaw (2007) und Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin (2007). Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Sabine Reinfelds Werke sind darauf ausgerichtet, neue Sichtweisen auf Räume und Orte – ihre physischen Parameter wie sozialen Hintergründe – zu eröffnen und so von gängigen Betrachtungsweisen abweichende Narrative zu produzieren. Reinfeld arbeitet vorwiegend performativ sowie mit den Medien Video und Fotografie; im Mittelpunkt steht dabei stets ihr Körper, den sie als Ausdrucksmittel wiederholt auf das Äußerste fordert. Mit ihren präzise inszenierten Bewegungsabläufen oder exzessiv wiederholten Gesten greift sie klassische Elemente der Performancekunst auf und veranschaulicht körperliches Handeln als Mittel der Bildgestaltung. Ausgehend von der Analyse bestimmter Vorbilder präsentiert Reinfeld situative und flüchtige Aktionen, die sich mit Fragen der persönlichen und medialen Inszenierung von Identität auseinandersetzen. Mit einem wachsenden Archiv selbst entwickelter Bühnenbilder, Requisiten und Figuren thematisiert sie in raumgreifenden Performances und Formaten die gegenseitige Beeinflussung von Medienbildern, ideell aufgeladenen Orten und den darin agierenden Menschen. (Text: Michaela Richter)                                Sabine Reinfeld (*1976 in Leipzig) ist Absolventin der Universität der Künste, Berlin, wo sie 2005 ihr Masterstudium bei Prof. Katharina Sieverding abschloss. Seit 2009 bildet sie zusammen mit Ulf Aminde das Performance-Duo INSISTERE. Reinfeld nahm am Residenzprogramm der Villa Aurora, Los Angeles (2018) teil und erhielt ein DAAD-Stipendium für Paris (2005/2006). Seit 2018 ist sie Mitglied im Vorstand des Berufsverbandes bildender Künstler*innen (bbk) Berlin. Ihre Arbeiten waren zuletzt u.a. zu sehen bei:  FOTOGRAF FESTIVAL Atelier Josef Sudek, Prag (2020); n.bk, Berlin (2020); Kunstraum Kreuzberg / Bethanien, Berlin (2019); Los Angeles Contemporary Archive (2018); KV – Verein für zeitgenössische Kunst, Leipzig (2016); KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2013); Badischer Kunstverein, Karlsruhe (2009); Städtische Kunsthalle München (2008); Shedhalle, Zürich (2006); Künstlerhaus Stuttgart (2007); Kunstverein Frankfurt (2005).

Simon Thompson, Künstler, lebt und arbeitet in Brüssel. Co-Autor des Residence-Programmes im WIELS (Center for Contemporary Art, Brüssel).

Theresa Stroetges ist Komponistin, Musikerin und Klangkünstlerin in Berlin. Ihr besonderes Interesse gilt der Aufhebung konventioneller Aufführungspraktiken und Genregrenzen.

Tilman Wendland (*1969 in Potsdam) beschäftigt sich in seinem Werk mit der jeweils vorgegebenen Raumsituation, die als formale Vorlage der künstlerischen Auseinandersetzung dient. Aus der inneren Gliederung architektonischer Gegebenheiten entstehen ephemere  Strukturen, die sich meistens in leichten, weißen, fragilen Formen, zum Beispiel Papierwänden, aber auch in groß angelegten Raum-Installationen widerspiegeln. Der vorgegebene Raum wird als Kunstwerk definiert.

Ursula Schöndeling (geb. 1965 in Marburg) ist Kuratorin und Direktorin des Heidelberger Kunstvereins. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft an den Universitäten Köln und Frankfurt war sie Kuratorin und Projektleiterin von AtelierFrankfurt und Kuratorin am Kunstverein Braunschweig. Ab 2008 übernahm sie die Direktion des Kunstvereins Langenhagen.

Willem Oorebeck (*1953, Pernis, Niederlande) lebt und arbeitet in Brüssel, Belgien. Der niederländische Künstler studierte an der Rotterdamer Kunstakademie, war Dozent an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht, bei De Ateliers in Amsterdam und an der Hochschule der Künste in Hamburg. Oorebeek reflektiert die Repräsentationskraft von Bildern und Informationen, die von Massenmedien verbreitet werden, und wählt Druckerzeugnisse aus, die zu manipulieren und in andere Medien zu übertragen sind, wobei er typischerweise Techniken aus der Grafik verwendet, um Themen wie Wiederholung, Reproduktion, Serialität und Ordnung zu erforschen. Seine konzeptionellen Arbeiten, Installationen und Buchprojekte wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert.

Suse Weber entwickelte einen eigenen Werkbegriff der Emblematischen Skulptur. Ihre Arbeiten waren u. a. zu sehen: Sprengel Museum Hannover; KW Institute for Contemporary Art, Berlin; Martin-Gropius-Bau, Berlin; Martha Herford Museum; WIELS, Brüssel; Troubleyn Laboratorium, Antwerpen; Pace Wildenstein, New York, Galerie Barbara Weiss, Berlin; GfZK Leipzig; Kunsthalle Bratislava, Stadtmuseum Berlin. Ihre Arbeiten befinden sich u. a. in der Staatlichen Kunstsammlung Dresden, der Sammlung der GfZK Leipzig, Artothek des Neuen Berliner Kunstvereins, Sammlung des Stadtmuseums Berlin und in nationalen und internationalen privaten Sammlungen. Suse Weber ist Gründerin der Studio//Bühne in Berlin.