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AnsprechpartnerIn Stadtmuseum: Judith Kuhn, PR@stadtmuseum.de

Die Ausstellung zeigt künstlerische Perspektiven auf die Geschichte und Gegenwart Berlins. Zehn Künstlerinnen und Künstler haben dafür Entwicklungen und Debatten der Stadt in den Blick genommen und jeweils ein neues, großformatiges Bild geschaffen. Im Museum Nikolaikirche fügen sich diese individuellen Kunstwerke zu einem Bildfries zusammen, der auf vielfältige Weise die Entwicklung Berlins seit 1987 widerspiegelt.

Wie erzählt man Geschichte? Der Impuls für diese weitgreifende Frage kam aus dem Vergleich zweier historisch-erzählender Friese, dem Terrakottafries am Roten Rathaus (1879) und dem Betonfries im Nikolaiviertel (DDR, 1987). Sie bezeugen: Abhängig vom Zeitpunkt der Erzählung wird Geschichte sehr unterschiedlich in Stein gemeißelt beziehungsweise in Beton gegossen. Und heute? Wie könnte man ergänzend zu den beiden historischen Friesen die letzten drei Jahrzehnte dieser vielstimmigen Stadt erzählen?

Keine Festschreibung in Stein, sondern verschiedene Standpunkte sind das Format von Features: Zehn in Beriln lebende oder arbeitende Künsterlinnen und Künstler unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe haben individuelle Arbeiten geschaffen. Zusammen bilden die zehn großformatigen Bilder eine Fortsetzung der Friese in der Nachbarschaft. Dabei erzählen sie mit ihrer Stimmenvielfalt Berliner Geschichten von der Clubkultur bis zur Migrationsgeschichte.

Mit Werken von: Norbert Bisky, Patricia Bucher, Sol Calero, Friederike Feldmann, Nadira Husain, Thomas Kilpper, Thomas Ravens, Petra Trenkel, Helen Verhoeven und Suse Weber.

Über die Entwicklung und die Denkansätze zur Realisierung ihrer Werke sprechen in den folgenden Video-Interviews: Norbert Bisky, Nadira Husain, Thomas Kilpper, Thomas Ravens, Petra Trenkel und Suse Weber (weitere Videos in der Ausstellung).

Pressestimmen: 

[…] da tut die Kunst etwas, das sie auch an anderen Stellen der Art Week tun sollte: Sie irritiert, sie macht wach, sie lässt anders denken.“ (Sophie Jung, taz)

„Die Nikolaikirche stärkt mit der Ausstellung ein weiteres Mal ihre Bedeutung als lebendiger Ort kulturellen Lebens in Berlin und Raum für zeitgenössische Kunst, die zur Beschäftigung mit wichtigen aktuellen Themen einlädt.“ (Raquel Crawford, tv.berlin)