Emblematische Skulptur

Die Emblematische Skulptur setzt sich aus symbolischen und formalistischen Dimensionen und gesellschaftlichen Dysfunktionen zusammen. Mechanismen und Konventionen einer Handlung, konkretes Material und seine Entstehungsprozesse, historische Bedeutungen von Materialien; die Transkription in akustische Bausteine sowie Übersetzungen in Figuren, Einzelobjekte und Materialinszenierungen unterliegen einem rotierenden Prozess und existieren als gleichberechtigte Hybride im Werkensemble. Bei der Emblematischen Skulptur handelt es sich um ein mehrschichtiges Kompositionsverfahren. Sie sind mit dem Gestaltsymbol und einer Bewegung aus bildlogischen Einzelvorgängen verschwistert und bestehen aus kombinatorischen Versuchsreihen und Symbolhybriden. Die Materialentscheidungen in den formal eindeutig identifizierbaren Szenarien, führen zu einer formalästhetischen Einfassung von Inhalten, die den herangezogenen Kontext nicht nur zitieren, sondern im Kunstwerk selbst konstitutiv als Form anlegt werden. In der Emblematischen Skulptur werden Widerlager inszeniert in denen die alltäglichsten Formen der Gesellschaft und der Vergesellschaftung in einer ästhetischen Übermarkierung sichtbar werden. Die Emblematische Skulptur, unter Einbindung von Aktivierungs-Prozessen, existiert vor einer Bewegung, nach einer Bewegung und in der Bewegungslosigkeit. Sie gleicht einer Kippfigur. Die Emblematische Skulptur ermöglicht die Erforschung des Dreiecksverhältnisses von Betrachter – Werk – Künstler und forciert deren Rollenverschiebungen. Die Emblematische Skulptur erweitert den Rahmen herkömmlicher Veröffentlichungsformate, indem ihr Entstehungsprozess und ihre Aktivierungsdauer in eine Zone der Vor-Veröffentlichung und Nach-Existenz expandiert. Die Vor-Veröffentlichung ist von der Eigenbewegung des Künstlers abhängig. In der linearen Methode werden u.a. Fakten, Tatsachen, Thesenkarikaturen sowie Selbstdarstellungen der Übermittler aufgereiht.  In der dynamischen Methode wird mit dem Prinzip der anfangslosen Gegenwart operiert. Es werden Eckpfeiler gebildet, um die sich ein Prozess aufbaut. In der Phase der Nach-Existenz wird das Prinzip der Emblematischen Skulptur fortgesetzt, in dem choreografierte Aufbauskizzen so präpariert werden, das eine Eigenbewegung einer nachfolgenden Person gewährleistet wird oder Bausteine der Emblematischen Skulptur werden in das Ensemble rückgeführt und erfahren einen Wiedereinsatz in einem zukünftigen Werk.

 

 

 

Emblematic Sculpture is made up of symbolic and formalized dimensions as well as social dysfunctions; mechanisms and conventions of an action, concrete material and its formative processes, historic meanings of materials. The transcription into acoustic components as well as translations into figures, individual objects, and the staging of materials are subject to a rotary process and exist as equal hybrids within the work corpus.

Emblematic Sculpture is a multi-layered compositional procedure. Kin to the form symbol and a movement made up of image-immanent procedures, it consists of combinatory test series and iconic hybrids. Opting for materials in formally clearly identifiable scenarios leads to formally aesthetic perimeters of content that not only cite the consulted context. Instead, the context itself assumes a constitutive form within the artwork.

Emblematic Sculpture stages abutments that make visible the most commonplace types of society and socialization in an aesthetic hyperbole. Thanks to integrating activation processes, Emblematic Sculpture exists prior to and after a movement, and in immobility. It is visually ambiguous.

Emblematic Sculpture enables the exploration of the triangular relationship of viewer – work – artist, accelerating the shifting of their roles.

Emblematic Sculpture increases the setting of conventional publication formats by expanding the process of their creation and the duration of their activation into a sphere of pre-publication and post-existence. The pre-publication is dependent upon the artist‘s proper movement.

The linear method lines up facts, truths, caricatures of statements, and self-portrayals of the transmitters, among other things.

The dynamic method operates with the principle of a present without a beginning. Cornerstones are constructed around which a process is built up.

The post-existence phase continues the principle of Emblematic Sculpture by preparing choreographed assembly sketches in such a way that the proper motion of the next person is ensured. Or else, building blocks of the Emblematic Sculpture are recycled into the ensemble, thereby experiencing a reuse in a future work.