Sonderedition KALTE NADEL

KALTE NADEL

SONDEREDITION, Auflage 5

einsehbar: 3.9.-22.11.2020, Turmfuß Stadtmuseum Nikolaikirche in Ausstellung „Features – 10 Sichten auf Berlin“
Suse Weber stellt nicht nur die lineare Darstellung von Berliner Stadtgeschichte als historisch einspurige Route infrage, sondern in diesem Zusammenhang auch ihre angefragte Rolle als Solo-Akteurin in der von Maarten Janssen kuratieren Ausstellung “Features – 10 Sichten auf Berlin” im Stadtmuseum Nikolaikirche im Jahr 2020. 
Erweitert mit Beiträgen von KünstlerInnen, mit denen sie seit Jahren im (Berliner) Austausch steht, entstanden zusätzliche Druckplatten in ihrer Berliner Studio//Bühne, die auf einer alten Familien-Druckpresse (Handdruckpresse) im ersten Schritt als Kaltnadel-Radierungen genutzt wurden. Nach dem Druckvorgang blieben Farbrückstände in der Gravur bewußt erhalten und versiegelten so die Platten. Alle erweiterten Beiträge wurden, ergänzend zu den Motivplatten von Suse Weber, in die Groß-Bild-Konstruktion ihres Werkes eingefügt.
Entstanden sind 5 Sondereditionen (je 29 Blatt) von Kaltnadel-Radierungen auf Büttenpapier*, die im Rahmen der oben erwähnten Ausstellung erstmalig in Berlin veröffentlicht wurden. Je nach KünstlerInnenbeitrag handelt es sich um ein oder mehrere Platten, die von den KünstlerInnen selbst (Eigendruck) oder von Suse Weber  (Fremddruck) angewandt wurden. Bei geringer Anzahl von Abzügen und der individuellen Gestaltung bei den Ausübungen handelt es sich um Einzelabzüge. Alle, in den Sondereditionen befindlichen Einzelblätter, wurden von den KünstlerInnen signiert und für die jeweiligen Editionen zusammengestellt. (* Etching ink Aqua, Charbonnel auf Echt-Bütten Karton, 230g, Hahnemühle)
Alle Abzüge, die den Sondereditionen nicht beigefügt wurden, gehen in den Besitz der jeweiligen KünstlerInnen über und werden nicht Bestandteil der Sondereditionen. Im Gegenzug bleiben die versiegelten Platten Bestandteil der Groß-Bild-Konstruktion und werden so unbrauchbar für eine Neuauflage.
KünstlerInnen: Tilman Wendland, Fiona Mackay, Barbara Buchmaier & Christine Woditschka, Achim Lengerer, Marit Neeb, Martin Ebner, Ariane Müller, Suse Weber

Eröffnung: Features – 10 Sichten auf Berlin

Donnerstag  I  3.September 2020  I  15 – 20 Uhr

MUSEUM NIKOLAIKIRCHE I Nikolaikirchplatz I 10178 Berlin

 

EINLADUNG

zur Eröffnung der Ausstellung Features – 10 Sichten auf Berlin.

Zehn internationale Künstlerinnen und Künstler haben sich in großformatigen Arbeiten mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich die jüngste Geschichte unserer Stadt ins Bild setzen läßt.

Es erwarten Sie: 

Kurzinterviews mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern: Norbert Bisky / Patricia Bucher / Sol Calero / Friederike Feldmann / Nadira Husain / Thomas Kilpper / Thomas Ravens / Petra Henkel / Helen Verhoeven / Suse Weber und dem Kurator Maarten Janssen

Moderation: Oliver Koerner von Gustorf 

 

Bitte nutzen Sie für ihren Besuch den gesamten Zeitraum  der Ausstellungseröffnung. Wir bitten um Verständnis, dass es aufgrund pandemiebedingter Zugangsbeschränkungen dennoch zu Wartezeiten kommen kann.

Pressevorbesichtigung: Donnerstag I 3.September 2020 I 11 Uhr I Anmeldung unter: pr@stadtmuseum.de

Ankündigung: KALTE NADEL

KALTE NADEL 3 Handlungsgerüste

Handlungsgerüst I
„Bureau of Engraving and Printing”, Fußturm des Stadtmuseums (geplant Mai/Juni, nur auf Einladung)

Handlungsgerüst II
Handlungsgerüst für 3 Horizontale und 6 Vertikale, 4,60 m x 1,50 m

Handlungsgerüst III
“Figurenrede”, 20. November 2020, im Rahmen von “Nikolai-Musik am Freitag”

 

in:

Features – 10 Sichten auf Berlin

Künstler(*innen): Norbert Bisky, Patricia Bucher, Sol Calero, Friederike Feldmann, Nadira Husain, Thomas Kilpper, Thomas Ravens, Petra Trenkel, Helen Verhoeven und Suse Weber
Kurator: Maarten Janssen
Ort: Stadtmuseum, Nikolaikirchplatz, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Mo–So, 10–18 Uhr, Eintritt 6,00 / erm. 4,00 Euro

3. September – 22. November 2020

 

Die Zukunft der SPD, Kuratiert von Hans-Jürgen Hafner und Gunter Reski

Die Zukunft der SPD

Ausstellungsdauer: 14. Dezember 2019 bis 22. Februar 2020
Zwinger Galerie, Mansteinstrasse 5, D-10783 Berlin

Künstler*innen: Nadja Abt, Norbert Bisky, Henning Bohl, Lutz Braun, Constant Dullaart, Anke Dyes, Julia Eichler, Claus Föttinger, Michael Franz & Franziska Ipfelkofer, Manuel Graf, Natascha Sadr Haghighian, Dale Holmes, Philipp Höning, Helmut & Johanna Kandl, Korpys / Löffler, Claudia Kugler, Stephan Machac, Michaela Meise, Anna Meyer, Stefan Panhans, Manfred Pernice, Peter Piller, Christian Rothmaler, SUSI POP, Heidi Specker, Wawrzyniec Tokarski, Alex Wissel, Ina Wudtke, Steffen Zillig und Suse Weber

Ausstellungsbeitrag: „Poster“, Suse Weber 2019

Süddeutsche, 20.12.19 / Ingo Arend

http://www.artmagazine.cc / Raimar Stange

Taz, 30.12.19 / Jan Bykowski

Monopol, 02.01.20 / Sarah Khan

Taz, 08.01.20 / Kito Nedo

Freitag, 09.01.20 / Martin Conrads

Frankfurter Allgemeine am Sonntag, 19.01.20 / Kolja Reichert


FAZ, 08.02.20 / Georg Imdahl

Pressetext:
„Die Zukunft der SPD” möchte die Frage nach der Zukunft stellen, indem es – ganz und gar unironisch – behauptet, dass die SPD eine Zukunft habe. Dabei weiß das von Hans-Jürgen Hafner und Gunter Reski initiierte Projekt nicht einmal von sich selbst so genau von welcher Sorte es ist: eine thematische und/oder kommerzielle Ausstellung, ein längst überflüssiger oder dringend zu startender Diskurs, ein Politikberatungsseminar von und für Künstler*innen, die Outlines einer Utopie, ideelle Selbstausbeutung oder ein Marketing Stunt für ein nicht vorhandenes Produkt. Die am Projekt Beteiligten sind der Einladung gefolgt, Stellung zu einer Hypothese zu beziehen.
Die Idee zu dem Projekt, die vermessene Vorstellung sich ihr im Format einer Ausstellung zu nähern und vor allem sein Titel sind über ein Jahr alt. Damals bereits war die Krise der SPD unübersehbar und dennoch war es nicht abzusehen, dass sie zielsicher auf ihren Absturz von der Volks- zur Nostalgiepartei zusteuern würde. Dieser Absturz blieb bisher ungebremst in der paradoxen Wechselwirkung aus Wahlschlappen und Mitgliederzuwachs, realpolitisch ‚realen’ Errungenschaften und unausgesetztem programmatischem Schlingerkurs inklusive.
Warum wir uns ausgerechnet auf die SPD fokussiert haben – und nicht die Unionsparteien CDU und CSU und die unübersehbare Krise des Konservatismus oder die Frage, was denn nun „Links“ und eine entsprechend politisch herzustellende Perspektive sei –, hat wohl auch mit Nostalgie zu tun. Doch sollte man bei aller Suggestivität den Titel nicht zu wörtlich nehmen. Weit mehr als die traurige Genoss*innenpartei aus Deutschland mit notorischer Führungsschwäche interessiert uns ‚Sozialdemokratie’ als durchaus achtenswertes ‚Konzept’ und in historischem Sinne als ‚Errungenschaft’ – und deshalb umso mehr nicht ohne der zweifachen, nämlich pragmatischen und operativen Verankerung der Sozialdemokratie in der Realpolitik und im Parlamentarismus als Denke und Werkzeug eines linken Realismus. Dieser linke Realismus hat zur Schaffung von Verhältnissen beigetragen, an denen uns – umso mehr im Rückblick und mit einem Schwenk auf die Entwicklungen seit der Abfolge großer Koalitionen und der Rolle, die die Koalitionspartner dabei spiel(t)en – auch weiterhin liegen könnte: von der Gleichstellung der Geschlechter über die Bildungspolitik bis hin zum Mindestlohn lassen sich Beispiele finden. Dass es zu jedem Beispiel ein Gegenbeispiel gibt, speziell die unseligen Hartz IV-Gesetze im Rahmen der Agenda 2010, geschenkt.
Zurzeit wissen wir: die Zukunftsoptionen, die sich uns bieten, werden nicht mehr, sie werden weniger. Die Optionen werden faktisch, aufgrund ökologischer und sozialer Überausbeutung vorformatiert, weswegen man zurecht behaupten könnte: so braucht es nicht weiterzugehen, sonst geht es – schlicht – nicht weiter.
Warum ausgerechnet der Parlamentarismus, die politischen und kulturellen Institutionen, mithin das Modell der Repräsentation unattraktiv erscheinen gegenüber in der Regel eher einzelproblemorientierten Aktivismus, selbstvermarktender Symbolpolitik und digitalindustriell normiertem Aktionismus ist eines der operativen Probleme, die uns – mit Blick nicht auf die Zukunft der SPD sondern vor allem ‚unserer’, in der Regel gemeinsam zu erlebender Gegenwart – interessiert. Auch interessiert uns das Verhältnis zwischen ‚uns’ und dem was ‚Staat’ heißt bzw. eine gesellschaftliche Organisationsform ist als, vor allem, im Ökonomischen wirksames Regulativ gegenüber einer Wirtschaft, die – nehmen wir vor allem Finanz- und Digitalindustrie – längst auf supranationaler Ebene ihrerseits Staatsähnlichkeit angenommen hat und eifrig am Sortieren ist, wer auf immer reich und wer genauso ewig subaltern sein wird.

Re: Die Zukunft der SPD, Hans-Jörgen Haffner, Februar 2020

Base-Alpha Gallery

WITH A LITTLE HELP FROM MY FRIENDS

Base-Alpha Gallery

Kattenberg 12
B-2140 Antwerp – Borgerhout

29.08.19 – 05.10.19

Opening Thursday 29.08 from 18h

Geoffrey de Beer – Andrea Éva Győri
Michèle Matyn – Ria Pacquée
Nadia Naveau – Sven ‚t Jolle
Denie Put – Elena Minyeyevtseva
Lieven Segers – Paul Sochacki
Katleen Vinck – Hans Wuyts
Suse Weber – Wobbe Micha
Courtesy M HKA, Plus-One Gallery, Harlan Levey Projects, Galerie Mieke van Schaijk, Tatjana Pieters
CONCRETE STONES, Edition (for more information, please contact the gallery)

 

 

 

 

 

 

Betonoper: DIE TAUBE

ANKÜNDIGUNG

Szene VIII: ABFLATTERN

Rückbauten und Eklats – die Vermeidung eines Finalwerkes

25.6.-30.6.2019